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4 Zeitfresser in Lexware Office (und wie du sie eliminierst)

Hannes Diedrichsen9 min read

Diese 4 Zeitfresser rauben dir fast 100 Stunden pro Jahr. So automatisierst du deine Buchhaltung mit Lexware Office.

4 Zeitfresser in Lexware Office (und wie du sie eliminierst)
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Du nutzt Lexware Office für deine Buchhaltung. Du bist organisiert. Du machst alles richtig.

Und trotzdem verbringst du jede Woche fast 2 Stunden mit Verwaltungsaufgaben, die sich immer gleich anfühlen: Rechnungen suchen, einordnen, für den Steuerberater zusammenstellen. Als Freelancer ist deine Zeit Geld – und diese Stunden könnten in Kundenprojekte fließen.

Die gute Nachricht: Diese 4 Zeitfresser kannst du eliminieren. Nicht reduzieren – eliminieren. In diesem Artikel zeige ich dir, wo deine Zeit wirklich verschwindet und wie du sie zurückgewinnst.

Die 4 größten Zeitfresser

1. Rechnungen im E-Mail-Chaos finden

Stell dir vor: Du brauchst die Telekom-Rechnung vom September. Wo war die nochmal?

  • Privates Gmail? Nein.
  • Geschäftliches Outlook? Auch nicht.
  • Projekt-spezifisches Gmail-Konto? Vielleicht.
  • Warte, hatte die "Rechnung" im Betreff? Oder "Ihre Festnetz-Abrechnung"?
  • Oder war das ein Download vom Telekom-Portal, also im Downloads-Ordner?

15 Minuten später: gefunden. Im Spam-Ordner des Geschäfts-Postfachs.

Das Problem: Als Freelancer jonglierst du mit mehreren E-Mail-Accounts:

  • Geschäftlich (kunde@firma.de)
  • Privat (aber auch geschäftliche Rechnungen landen hier)
  • Projekt-spezifische Adressen
  • Alte Adressen, die du noch nicht abgeschaltet hast

Rechnungen verteilen sich über:

  • 3-4 verschiedene Postfächer
  • Unterschiedliche Ordnerstrukturen ("Kunde A", "Belege 2025", "Wichtig")
  • Downloads-Ordner (PDF-Name: "invoice_final_version_v3_corrected.pdf")
  • WhatsApp/Slack (manche Kunden schicken Rechnungen über Messenger)

Warum das so aufwendig ist: Nicht alle Absender schreiben "Rechnung" in den Betreff. Du suchst nach:

  • "Ihre Abrechnung für..."
  • "Invoice #47382"
  • "Bestellbestätigung" (ist aber eigentlich die Rechnung)
  • "Referenz 2024-B-0392"

Jede Rechnung zu finden dauert durchschnittlich 2-3 Minuten. Bei 20 Rechnungen pro Monat sind das 40-60 Minuten. Aufs Jahr: 40 Stunden Sucherei.

Die Lösung: Ein zentrales System, das alle deine Postfächer automatisch durchsucht und Rechnungen erkennt – egal wie der Betreff lautet.

Rechnungsradar verbindet alle deine E-Mail-Accounts (Gmail, Outlook, IMAP) und:

  • Erkennt automatisch Rechnungen (auch ohne "Rechnung" im Betreff)
  • Extrahiert Anhänge und speichert sie zentral
  • Macht alle Rechnungen durchsuchbar
  • Funktioniert auch mit mehreren Postfächern gleichzeitig

Zeitersparnis: Von 40 Stunden auf 2 Stunden pro Jahr = 38 Stunden gespart


2. Fehlende Rechnungen aufspüren

Stell dir vor: Es ist der 12. Februar. Du weißt: AWS schickt normalerweise am 5. des Monats die Rechnung. Aber sie ist nicht da.

Du fragst dich:

  • Ist sie im Spam gelandet?
  • Haben sie meine E-Mail-Adresse geändert?
  • Haben sie vergessen, zu versenden?
  • Oder habe ich sie versehentlich gelöscht?

Du loggst dich ins AWS-Portal ein, suchst die Rechnung, lädst sie manuell herunter. 10 Minuten weg.

Jetzt multipliziere das mit 15 wiederkehrenden Lieferanten: AWS, Google Workspace, Telekom, Internetprovider, SaaS-Tools, Coworking Space...

Das Problem: Du hast wiederkehrende monatliche Kosten bei 10-20 Lieferanten. Jeder verschickt Rechnungen zu unterschiedlichen Zeiten:

  • AWS: immer am 5.
  • Google: zwischen 1. und 3.
  • Telekom: irgendwann zwischen 15. und 25.
  • Manche schicken gar keine E-Mail, du musst sie im Portal holen

Wenn eine Rechnung fehlt, merkst du das oft erst, wenn du die UStVA machst oder der Steuerberater nachfragt. Problem: Dann ist es schon zu spät, um die Vorsteuer im richtigen Monat geltend zu machen.

Warum das kritisch ist:

  • Fehlende Betriebsausgaben = du zahlst zu viel Steuern
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung kann nicht korrekt abgegeben werden
  • Nachträgliche Korrekturen beim Finanzamt sind aufwendig
  • Bei größeren Beträgen: Liquiditätsnachteil, weil Vorsteuer später kommt

Geschätzter Zeitaufwand: 1 Stunde pro Monat, um fehlende Rechnungen nachzujagen = 12 Stunden pro Jahr.

Die Lösung: Ein Dashboard, das dir zeigt, von welchen Lieferanten du wann zuletzt eine Rechnung erhalten hast.

Beispiel-Ansicht:

  • AWS – letzte Rechnung: 05.01.2025 – ✓ pünktlich
  • Google Workspace – letzte Rechnung: 02.01.2025 – ✓ pünktlich
  • Telekom – letzte Rechnung: 18.12.2024 – ⚠️ überfällig seit 8 Tagen

Du siehst auf einen Blick, wo Rechnungen fehlen, und kannst nachfragen, bevor es zum Problem wird.

Zeitersparnis: Von 12 Stunden auf 2 Stunden pro Jahr = 10 Stunden gespart


3. Belege für Steuerberater zusammensuchen

Stell dir vor: Dein Steuerberater schreibt: "Bitte alle Q4-Belege bis Freitag."

Was dann passiert:

  • Du durchsuchst 3 E-Mail-Postfächer nach "Rechnung" → 847 Ergebnisse
  • Downloads-Ordner: 156 PDFs, davon 80% ohne aussagekräftigen Namen
  • "Wo war nochmal die AWS-Rechnung vom Oktober?"
  • Nach 6 Stunden: 42 von 48 Rechnungen gefunden
  • Die 6 fehlenden: Kleinbeträge, aber zusammen 800€ Betriebsausgaben

Du schickst ab mit "Rest folgt" – wie letztes Quartal.

Das Problem: Quartalsweise für die UStVA oder jährlich für die Steuererklärung brauchst du alle Belege. Das bedeutet:

  • 3-4 E-Mail-Postfächer durchsuchen
  • Downloads-Ordner durchgehen
  • Desktop-Dateien checken
  • Externe Festplatte (wo war nochmal das Backup?)
  • Manchmal: WhatsApp-Chats mit Kunden durchscrollen

Warum das so aufwendig ist: Rechnungen haben unterschiedliche Dateinamen:

  • "Rechnung_2024_Oktober_Amazon.pdf" (wenn du organisiert warst)
  • "invoice_472839.pdf" (Download vom Portal)
  • "Abrechnung.pdf" (3 Monate alt, aber welche Rechnung war das?)
  • "Bildschirmfoto 2024-10-15 um 14.37.28.png" (Screenshot einer Online-Rechnung)

Die Suche nach "Amazon Rechnung Oktober" findet: 0 Ergebnisse. Weil das PDF intern "invoice_EU_VAT_472839.pdf" heißt.

Realistische Zeitangaben:

  • Quartalsweise UStVA: 1-2 Stunden pro Quartal = 6 Stunden pro Jahr
  • Jährliche Steuererklärung: 8-12 Stunden (alle Belege sortieren und exportieren)
  • Gesamt: 15-20 Stunden pro Jahr

Die versteckten Kosten: Es geht nicht nur um die Zeit. Es geht um:

  • Opportunity Cost: 15h × 50€ Stundensatz = 750€
  • Fehlende Belege = verlorene Betriebsausgaben (oft 500-2.000€)
  • Stress und Überstunden (oft am Wochenende)
  • Verspätete Abgabe → genervter Steuerberater

Die Lösung: Volltextsuche über alle Rechnungen + Export-Funktion.

Wie das funktioniert:

  1. Alle Rechnungen werden zentral gespeichert und durchsuchbar gemacht
  2. Volltextsuche durchsucht nicht nur Dateinamen, sondern den Inhalt der PDFs
  3. Suche nach "Amazon Oktober" findet die Rechnung, auch wenn das PDF "invoice_472839.pdf" heißt
  4. Filterung nach Zeitraum: "Alle Rechnungen Q4 2024" → 48 Ergebnisse
  5. Export mit einem Klick: ZIP-Datei mit allen Belegen, DATEV-kompatibel

Realistische Nutzung: Steuerberater schreibt am Montag. Du filterst nach Q4, exportierst alle Belege, schickst sie ab. 5 Minuten statt 6 Stunden.

Zeitersparnis: Von 15-20 Stunden auf 1 Stunde pro Jahr = 15-19 Stunden gespart


4. Doppelte Einträge vermeiden

Stell dir vor: Amazon-Rechnung kommt per E-Mail. Du trägst sie in Lexware Office ein.

Eine Woche später: Du lädst Rechnungen aus deinem Amazon Business-Konto herunter (für deine Ablage). Die Rechnung sieht anders aus – anderes Layout, anderer Dateiname.

Frage: Hast du sie schon eingetragen? Keine Ahnung. Du öffnest Lexware Office, scrollst durch die letzten Einträge. War das die vom 7. oder vom 14. Oktober?

Um sicherzugehen, trägst du sie nochmal ein. Oder du lässt sie weg und hoffst, dass du sie schon hattest.

Das Problem: Rechnungen kommen oft mehrfach:

  • Per E-Mail vom Lieferanten
  • Download aus dem Portal (sieht anders aus)
  • Vom Steuerberater weitergeleitet ("Hattest du die schon?")
  • Als Korrektur/Storno mit neuer Rechnungsnummer

Bei jeder Rechnung stellst du dir die Frage: "Habe ich die schon eingetragen?" Bei 20 Rechnungen pro Monat kostet dich das Überprüfen 15-30 Minuten. Aufs Jahr: 25 Stunden.

Was passiert bei Duplikaten: Wenn du eine Rechnung doppelt einträgst:

  • Deine Ausgaben werden um z.B. 500€ zu hoch ausgewiesen
  • Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist falsch (zu viel Vorsteuer geltend gemacht)
  • Du musst die UStVA korrigieren und neu einreichen
  • Im schlimmsten Fall: Bei der Betriebsprüfung fällt es auf → unangenehme Fragen

Wenn du eine Rechnung aus Vorsicht NICHT einträgst:

  • Du verschenkst Betriebsausgaben
  • Du zahlst zu viel Steuern

Die Lösung: Automatische Duplikaterkennung beim Import.

Wie das funktioniert: Das System vergleicht jede neue Rechnung mit bereits eingetragenen Rechnungen anhand von:

  • Rechnungsnummer
  • Datum
  • Betrag
  • Lieferant

Wenn eine potentielle Übereinstimmung gefunden wird:

  • "Diese Rechnung wurde bereits am 7. Oktober eingetragen. Trotzdem importieren?"
  • Du siehst beide Rechnungen nebeneinander
  • Du entscheidest: Duplikat (ignorieren) oder neue Rechnung (importieren)

Zeitersparnis: Von 25 Stunden auf 2 Stunden pro Jahr = 23 Stunden gespart


Was kostet dich das wirklich?

Lass uns zusammenrechnen:

ZeitfresserZeit pro Jahr
E-Mail-Chaos durchsuchen40 Stunden
Fehlende Rechnungen aufspüren12 Stunden
Belege für Steuerberater suchen15-20 Stunden
Doppelte Einträge vermeiden25 Stunden
GESAMT92-97 Stunden

Das sind über 2 volle Arbeitswochen pro Jahr, die du mit Verwaltungsaufgaben verbringst.

In Euro: Bei einem Stundensatz von 50€: 95 Stunden × 50€ = 4.750€ pro Jahr Bei einem Stundensatz von 75€: 95 Stunden × 75€ = 7.125€ pro Jahr

Das ist nicht nur verlorene Zeit. Das ist Geld, das du mit Kundenprojekten verdienen könntest.

Oder anders gerechnet: 95 Stunden pro Jahr = knapp 2 Stunden pro Woche.

Was würdest du mit 2 zusätzlichen Stunden pro Woche machen?

  • Ein neues Kundenprojekt annehmen
  • An deinem eigenen Produkt arbeiten
  • Früher Feierabend machen
  • Zeit mit Familie verbringen

Häufige Fragen

Funktioniert das mit meinem Lexware Office-Paket?

Ja. Rechnungsradar funktioniert mit allen Lexware Office-Paketen (Lexware Office S, M, L, XL). Der Datenimport erfolgt über die Standard-DATEV-Schnittstelle, die in allen Paketen verfügbar ist.

Muss ich meine Arbeitsweise komplett umstellen?

Nein. Rechnungsradar arbeitet im Hintergrund und befüllt dein Lexware Office automatisch. Du arbeitest weiter wie gewohnt in Lexware Office – nur ohne das manuelle Abtippen.

Wie sicher sind meine Daten?

  • Hosting auf deutschen Servern (DSGVO-konform)
  • Verschlüsselte Datenübertragung (TLS 1.3)
  • Keine Weitergabe an Dritte
  • Regelmäßige Sicherheits-Audits
  • Details: rechnungs-radar.de/sicherheit

Was ist mit Rechnungen in Papierform?

Mach ein Foto mit dem Smartphone und schicke es per E-Mail an dein verbundenes Postfach. Die KI-Erkennung funktioniert auch bei Fotos und Scans.

Wie genau ist die automatische Erkennung?

98%+ Genauigkeit bei Standard-Rechnungen (deutsches Format mit Pflichtangaben). Bei Unklarheiten markiert das System die betreffenden Felder zur manuellen Prüfung. Du behältst die volle Kontrolle.

Was passiert, wenn eine Rechnung nicht erkannt wird?

Du siehst eine Benachrichtigung: "Neue Rechnung konnte nicht automatisch verarbeitet werden." Du kannst sie dann entweder manuell eintragen (wie bisher) oder die KI trainieren, indem du die Felder einmal zuordnest. Beim nächsten Mal erkennt das System diesen Lieferanten automatisch.

Kann ich auch mehrere E-Mail-Accounts verbinden?

Je nach Plan können mehrere Mailkonten verbunden werden. Alle Rechnungen landen zentral in einem Dashboard.


Fazit

95 Stunden pro Jahr sind über 2 volle Arbeitswochen. 2 Wochen, in denen du:

  • Keine Kundenprojekte annehmen kannst
  • Nicht an deinem eigenen Business arbeitest
  • Keinen Urlaub machst
  • Sondern Rechnungen suchst und sortierst

Das muss nicht sein.

Automatisierung ist keine Zukunftsmusik. Sie ist heute verfügbar, erschwinglich und funktioniert nahtlos mit deinem bestehenden Lexware Office.

Die Rechnung ist einfach:

  • 10 Minuten Setup
  • 95 Stunden pro Jahr gespart
  • 4.750-7.125€ mehr verdienen (oder mehr Freizeit)
  • 9-19€ pro Monat investieren

Deine Zeit ist wertvoll. Investiere sie in dein Business, nicht in Dateneingabe.

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Über Hannes Diedrichsen

Gründer von Rechnungsradar. Hilft Freelancern und Selbstständigen, ihre Buchhaltung zu automatisieren und Zeit zu sparen.